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Cinema-Paradiso

Details

Film + Gespräch: Vom Mythos der erlösenden Gewalt

Vortrag, Film und Gespräch mit Regisseurin Johanna Tschautscher

Der "Mythos" der erlösenden Gewalt geht davon aus, Gewalt rettet, Krieg bringt Frieden, Macht schafft Recht. Gewalt funktioniert. Der erlösende Charakter von Gewalt verlangt Gehorsam, bis in den Tod. Diesen Mythos kreierten zur Zeit Babylons die Herrscher in Form von Schöpfungsmythen, in denen Götter ihre Konflikte mit ausladender, poetischer Gewalt ausüben und sich ständig über andere erheben, indem sie sie töten. Sie errichten auf und in ihnen ihre neue Ordnung. Also ist es auch in der Wirklichkeit der Menschen völlig legitim Gewalt anzuwenden, um Ordnung und Ruhe herzustellen. Herrschaftssysteme brauchen Herrschaftsmythen. Doch Walter Wink glaubt, dass die Mächte von Gott "gut" geschaffen wurden und damit erhalten wir für unser Inneres und unser Herz die Option, den Raum und die Liebe selbst auch gut zu sein. So wie unsere Götter sind, so formt sich unser Herz. Daher sind auch Weltbilder für Walter Wink von zentraler Bedeutung. Er geht von einem integrativen Weltbild aus, und nicht von oben und unten, außen und innen. Für ihn hat alles eine äußere Form und eine spirituelle Innenseite. Auch Macht.

Franz Moser eröffnet mit einer Hinführung, im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit Regisseurin Johanna Tschautscher.

Im Cinema Paradiso St. Pölten am 26.3.19, 18 Uhr, Vortrag + Film + Gespräch mit Johanna Tschautscher, Eintritt 8 EUR, Cinema Paradiso Card 1 EUR ermäßigt, in Kooperation mit Hip Haus

Ö 2017

Regie: Johanna Tschautscher, Buch: Johanna Tschautscher, nach Texten von Walter Wink

Kamera: Johanna Tschautscher, Musik: Gerald Höfler

Darsteller: Prof. Georg Steins, Prof. Thomas Nauerth, Pfarrer Andreas Ebert, Laureen Koch u.a.

Version: DF, Prädikat: kein Prädikat/k.A., Filmdauer: 95min

keine Spielzeiten!