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Cinema-Paradiso

Eröffnung ... endlich geschafft!

Man muss verrückt sein, in St. Pölten in Zeiten wie diesen ein Kino zu eröffnen... Muss man aber wirklich verrückt sein, zu versuchen seine Träume zu verwirklichen?
 

Begonnen hat alles mit dem Traum vom Kino und dem Anliegen, diesen Traum mit anderen zu teilen. Großes Kino am Domplatz von St. Pölten. Das war unser Traum. Viele haben gemeint: Das geht nicht. Da kommt keiner. Warum gerade in St. Pölten? Ihr seid verrückt. Doch es ging. Und wie. Das 1. St. Pöltner Open Air Filmfestival FILM AM DOM, 1994, war ein Riesenerfolg. Seit damals kommen durchschnittlich an 4 (!!) Festivaltagen mehr als 10.000 (!!)Besucher. Dann haben wir unsere Programmkinoreihe im früheren C2-Kino am Rathausplatz gestartet. Und wieder: Das geht nicht. Warum gerade St. Pölten? Ihr seid verrückt. Und es ging wieder. Die Programmkinoreihe war durchschnittlich über 90% ausgelastet, und das in einem eher desolaten Kino.

Warum das Ganze? Es ist der Traum vom Kino und davon, dass Träume Wirklichkeit werden können. Ein Ziel unserer Aktivitäten war es immer, in St. Pölten in der Innenstadt ein eigenständiges ProgrammKINO zu errichten. Und wieder: Das geht nicht. Warum gerade in St. Pölten? Ihr seid verrückt.

Nun ist dieser Traum Realität – das Cinema Paradiso, das 1. Programmkino in NÖ, eröffnete am 29.11.2002. Mit Unterstützung des Landes NÖ, des Bundes der Stadt und Sponsoren. Doch neben öffentlichen Förderungen investieren wir auch einen beträchtlichen Teil an Eigenmitteln in unseren Traum (auch das unterscheidet uns von anderen Kultureinrichtungen). Ob man deswegen verrückt sein muss? Im Gegenteil.

zeitung.jpgEin Leben ohne Träume und den Versuch, diese Träume auch zu verwirklichen - was wäre das schon? Und das zeigt auch unser Programm im Eröffnungsmonat mit zwei unserer Spitzenfilme. „Elling“ aus Norwegen und „K-Pax“ aus Hollywood. Kino über Menschen, die ein wenig anders sind. Passend dazu Mitsingkino mit der Kulttruppe Villa Valium. Und wie hat schon Alfred Polgar gesagt? „Ich gehe ins Kino und verleugnete mein Leben“

Alexander Syllaba, Clemens Kopetzky
St. Pölten im November 2002