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Cinema-Paradiso

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Der letzte Tanz

Ein Film über eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die Tabus bricht. Eine emotionale und moralische Gratwanderung. Filmfonds Wien

Karl ist Zivildiener in der geriatrischen Abteilung eines Krankenhauses. Während er im Privaten eine Liaison mit seiner Schulliebe beginnt, entwickelt er in der Arbeit eine innige Beziehung zu einer betagten Alzheimerpatientin (Erni Mangold), die durch seine empathische Fürsorge zu neuer Jugend erwacht. In zärtlichen, niemals bloßstellenden Bildern erzählt Houchang Allahyari von einer Liebe, die in der Gesellschaft so nicht vorgesehen ist. Und von den Mechanismen, die sich unter dem Deckmantel der Rechtschaffenheit in Gang setzen, sobald ein Tabu die Konvention gesellschaftlicher Norm herauszufordern wagt. (Diagonale)

Eine Annäherung, die nicht sein darf – ein vermeintlicher Tabubruch, der in staatlich exekutierter Repression mündet. „Der letzte Tanz“ verdichtet die unterschiedlichen Perspektiven auf Zwischenmenschlichkeit, bis die Realität an der gesellschaftlichen Ablehnung zerbricht.

Erni Mangold spielt den Weg vom Sterbebett "noch einmal, ein letztes Mal" zurück ins Leben als ein Erblühen der sterbenden Alten zu einem jungen Mädchen von 87 Jahren. Wie sie das macht, wie sie den jungen Mann, der ihr Urenkel sein könnte, verführt, ist unbeschreiblich. Das ist hohe Schauspielkunst, berührende Menschlichkeit, definitiv ein starker Auftritt und eine große, vielleicht bleibende Szene der österreichischen Filmkultur. Diagonale

Diagonale 2014: Spielfilmpreis und Schauspielpreis (Erni Mangold)

Ö 2013

Regie: Houchang Allahyari, Buch: Houchang Allahyari, D. Kundi

Kamera: P. Roehsler, Musik: Bruno Pisek

Darsteller: Erni Mangold, Daniel Sträßer, Marion Mitterhammer, Viktor Gernot, Janina Schauer u.a.

Version: DF, Prädikat: kein Prädikat/k.A., Filmdauer: 96min

keine Spielzeiten!